dena-Umfrage: Autohändler unterschätzen Potenzial des Pkw-Labels

Nur wenige Pkw-Händler nutzen Energiekennzeichnung als Verkaufsargument.

Berlin, 5. März 2012. Knapp drei Monate nach Einführung des neuen Pkw-Labels weisen nur 24 Prozent der Neuwagenhändler in ihren Verkaufsgesprächen regelmäßig auf die Effizienzkennzeichnung hin. Dabei gehören Kraftstoffverbrauch und -kosten sowie der CO2-Ausstoß für Autokäufer zu den wichtigsten Kriterien beim Neuwagenkauf. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)*.

Spritverbrauch bzw. Kraftstoffkosten sind für rund 94 und der CO2-Ausstoß für 83 Prozent der Neuwagenkäufer die wichtigsten Auswahlkriterien. Genau diese Parameter bildet das neue Pkw-Label grafisch und numerisch ab. Über 80 Prozent der befragten Neuwagenhändler meinen jedoch, dass das Label für die Kaufentscheidung der Kunden nur eine untergeordnete Rolle spiele. Eine Fehleinschätzung, wie die Umfrageergebnisse zeigen.

„Wir raten Autohändlern, das Pkw-Label als wichtiges Serviceinstrument stärker zu nutzen“, betont dena-Bereichsleiter Dr. Christian Rumpke. „Dazu gehört insbesondere das Erklären der Elemente des Labels im Kundengespräch. Autohändler, die die Kennzeichnung aktiv im Verkauf nutzen, können Kunden anschaulich beraten und damit langfristig binden.“

Nahezu alle der befragten Händler (92 Prozent) kennzeichnen sämtliche ausgestellten Neuwagen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Händler fühlen sich dabei sehr gut bis gut über das neue Label informiert. Dennoch wird das Label noch zu selten im Verkaufsprozess ins Spiel gebracht.

Weitere Informationen zum Label bietet die dena unter www.pkw-label.de. Diese Einführungsplattform ist eine Initiative der dena und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

* Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte im Januar 2012 über 1.000 potenzielle Neuwagenkäufer sowie 300 Neuwagenhändler in telefonischen Interviews zum Thema Pkw-Label. 


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