So funktioniert die Einteilung in CO₂-Effizienzklassen

Die CO₂-Effizienzklasse zeigt an, wie ein Pkw im Vergleich zu anderen Pkw der gleichen Gewichtsklasse abschneidet.

Die Skala reicht von A+ (grün, sehr effizient) bis G (rot, wenig effizient). Der schwarze Pfeil zeigt die Effizienzklasse des Pkws.

Wie wird die Effizienzklasse berechnet?

Welche Effizienzklasse ein Auto bekommt, ist abhängig von CO₂-Ausstoß und Gewicht. Anhand der vom Gesetzgeber vorgegebenen Formel wird ein vom Fahrzeuggewicht abhängiger Referenzwert für den CO₂-Ausstoß berechnet. Dieser Referenzwert dient als Maßstab für den Vergleich der CO₂-Emissionen eines konkreten Fahrzeugs - unter Berücksichtigung seines Gewichts - mit den CO₂-Emissionen eines „durchschnittlichen“ Neuwagens. Je mehr ein Auto wiegt, desto höher ist der Referenzwert. Grundlage der Berechnungsformel des Referenzwerts bilden Gewichtsverteilung und CO₂-Werte der Pkw-Neuzulassungen aus dem Jahr 2008.

Um die Effizienzklasse zu bestimmen, muss der tatsächliche CO₂-Ausstoß eines Modells mit dem ermittelten Referenzwert verglichen werden. Entsprechend der Abweichung vom Referenzwert wird das Fahrzeug einer der CO₂-Effizienzklassen zugewiesen. Die Klassen A+ bis D werden an Autos vergeben, deren CO₂-Ausstoß geringer als der Referenzwert ist. Fahrzeuge, deren CO₂-Ausstoß dem Referenzwert entspricht oder diesen überschreitet, bekommen die Effizienzklassen E, F oder G.

Beispiele

Ein Auto, das 1.500 Kilogramm wiegt (z. B. obere Kompakt- oder Golf-Klasse), hat einen Referenzwert von 171 Gramm CO2 pro Kilometer (g CO2/km). Bei diesem Gewicht muss ein Wagen weniger als 108 g CO2/km emittieren, um mit der Klasse A+ bewertet zu werden. Liegt der CO2-Ausstoß bei 120 g/km, entspricht das der Klasse A.

Ein Auto, das 1.000 Kilogramm wiegt, hat mit 126 g CO2/km einen deutlich niedrigeren Referenzwert. Um die Klasse A+ zu erreichen, muss der Wagen weniger als 80 g CO2/km ausstoßen. Eine CO2-Emission von 120 g/km entspricht der Klasse D.

Warum ist die CO₂-Klasse abhängig vom Gewicht?

Die CO2-Effizienzklasse gibt darüber Auskunft, wie viel CO2 ein Fahrzeug im Verhältnis zum Gewicht ausstößt. Das hat für den Verbraucher den Vorteil, dass er die CO2-Effizienz innerhalb eines Fahrzeugsegments vergleichen kann. Will er etwa einen Kleinwagen kaufen, dann ist für ihn der Vergleich seines Wunschmodells mit anderen – meist ähnlich leichten – Kleinwagen wichtig. Er möchte schließlich nicht Äpfel mit Birnen, sprich Kleinwagen mit Wagen der Oberklasse, vergleichen.

Ein solcher relativer Ansatz bei der Kennzeichnung der Effizienz ist auch bei anderen Produkten üblich. Bei Kühlschränken zum Beispiel errechnet sich die Energieeffizienzklasse u. a. in Abhängigkeit vom Kühlvolumen. Bei Pkw bietet sich Gewicht als pragmatischer Parameter zur Berechnung der CO2-Effizienz an, denn mit zunehmendem Gewicht steigt der Kraftstoffverbrauch und damit der CO2-Ausstoß.