Kriterien bei der Fahrzeugwahl

Ist die Vorauswahl mithilfe des Pkw-Labels getroffen, lohnt es sich, einmal genau zu analysieren, was das Wunschfahrzeug leisten soll und alte Fahr- und Nutzungsgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Fahrzeugklasse, Modell und Ausstattung beeinflussen die Ausgaben für Kraftstoff und Kfz-Steuer des Wunschfahrzeugs maßgeblich.

Fahrzeugklasse

Größe und Gewicht haben den größten Einfluss auf den Verbrauch eines Fahrzeugs. Deshalb sollte der persönliche Bedarf kritisch betrachtet werden. Wer beispielsweise auf ein ausreichendes Platzangebot und auf viel Stauraum Wert legt, könnte mit einem Kombi besser beraten sein als mit einem Geländewagen. Der Kombi ist ebenso geräumig, aber bis zu einer Tonne leichter. Damit verbraucht er je 100 Kilometer bis zu fünf Liter weniger als ein schwerer Geländewagen.

Fahrzeugmodell

Ist die richtige Fahrzeugklasse gefunden, sollte daraus ein möglichst effizienter Pkw gewählt werden. Zwar haben viele Autofahrer ihre Lieblingsmarke, aber ein Vergleich der Modelle verschiedener Hersteller lohnt sich. Die Unterschiede im Spritverbrauch können ein bis zwei Liter je 100 km ausmachen. Der Kraftstoffverbrauch und die CO­₂-Emissionen sind auf dem Pkw-Label in absoluten Zahlen ausgewiesen und lassen sich leicht auf einen Blick vergleichen.

Ausstattung

Ist die Entscheidung für ein bestimmtes Fahrzeugmodell gefallen, macht die Ausstattung den Unterschied. Die Grundregel bei der Wahl des Motors lautet: weniger Hubraum - weniger Verbrauch. Turbolader und Direkteinspritzung können den Verbrauch zusätzlich senken. Wer auf einen kleineren Motor zurückgreift, muss übrigens nicht auf den Fahrspaß verzichten. Noch wichtiger als die Motorstärke ist das Drehmoment des Fahrzeugs.

Besonderheiten in der Ausstattung wie Allradantrieb, Breitreifen oder Dachreling können den Verbrauch und damit die Kosten im Unterhalt erheblich erhöhen. Die Ausstattungsmerkmale eines Fahrzeugs werden vom Pkw-Label nicht erfasst und sind auch nicht Bestandteil der Herstellerangaben zum Verbrauch. Da sie aber einen enormen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch haben, sollten sie sorgfältig ausgesucht werden.

TIPP: Einer der größten „Spritfresser“ des Fahrzeugs ist übrigens die Klimaanlage. Sie kann den Verbrauch in den Sommermonaten bis zu einem Liter Kraftstoff pro Stunde nach oben schrauben. Am besten wird die Klimaanlage deshalb moderat eingesetzt. Lüften Sie vor dem Start das Auto gut durch. Schalten Sie nach Inbetriebnahme der Klimaanlage auf den ersten Kilometern die Umluft und danach die Frischluftzufuhr ein. Bereits einige Minuten vor Fahrtende kann die Klimaanlage wieder abgeschaltet werden.