Zu viele Schadstoffe: London öffnet Straßen nur noch für Elektroautos

Konsequente Maßnahmen für eine bessere Luftqualität - Londons Bürgermeister greift durch.

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Der amtierende Bürgermeister Sadiq Khan hat sich aufgrund deutlich erhöhter Stickoxidwerte dazu entschieden, besonders stark belastete Straßen zukünftig nur noch von Elektroautos und Hybrid-Fahrzeugen passieren zu lassen.

Alte Autos müssen ab April eine zusätzliche Gebühr entrichten

Die zuständige Luftqualitätsmanagerin, Ruth Calderwood, sagte gegenüber der Financial Times, dass die „Ultra Low Emission Zone“ zum Erreichen der gesetzlichen Vorgaben vermutlich nicht ausreichen werde. Laut dieser Bestimmung werden Besitzer von älteren Fahrzeugen mit unzureichender Abgastechnik lediglich dazu verpflichtet, zehn Pfund pro Tag in der Innenstadt zu entrichten. Die Luftqualitätsmanagerin kündigte aus diesem Grund an, ganze Straßen für bestimmte Fahrzeugtypen zu sperren. Genaue Angaben zu den Fahrzeugtypen wollte sie noch nicht machen, da dies von den Messwerten der kommenden Monate abhänge.

Paris hat einige Straßen für alle Autos gesperrt

Mit seinen vielen engen und stark befahrenen Straßen hat der Londoner Finanzdistrikt mit besonders hohen Stickoxidwerten zu kämpfen. Auch andere europäische Metropolen haben mit Problemen zu kämpfen und versuchen diese mit unterschiedlichen Maßnahmen in den Griff zu bekommen. So sind in Paris einige Straßen komplett für den Verkehr gesperrt. Außerdem plant die Stadt in den kommenden Jahren Dieselfahrzeuge vollständig aus der Innenstadt zu verbannen.