Elektromobilität: Zwischenbilanz Umweltbonus

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) legte zum 31. März 2019 seine monatliche Zwischenbilanz zum Umweltbonus vor. Insgesamt wurden bisher 108.718 Förderanträge gestellt.

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Das am 2. Juli 2016 aufgelegte Förderprogramm konnte den Elektroautos (BEV) und Plug-in-Hybrid-Modellen (PHEV) bisher noch nicht zum Durchbruch verhelfen. Das insgesamt 600 Millionen schwere Förderprogramm, das zu jeweils 50 Prozent von Bundesregierung und Autoherstellern finanziert wird, ist für die Förderung von 300.000 BEV und PHEV ausgelegt. Bislang wurden allerdings erst 108.718 Anträge gestellt, 71.007 für BEV und 37.657 für PHEV. Zudem wurden auch 54 Brennstoffzellenfahrzeuge gefördert. Der Umweltbonus sollte eigentlich nur bis Ende Juni 2019 gewährt werden. Informationen des „Tagesspiegel“ zufolge gibt es allerdings Überlegungen seitens des Finanzministeriums, die Umweltprämie als Fördermaßnahme bis ins Jahr 2030 fortzuführen.

Die Liste der Antragssteller nach Bundesländern wird von Nordrhein-Westfalen vor Bayern und Baden-Württemberg angeführt. Schlusslicht ist der Stadtstaat Bremen. Darüber hinaus finden sich unter den Antragsstellern mehr gewerbliche Nutzer (59.045) als Privatpersonen (47.819). Die beliebteste Marke ist BMW (17.915), gefolgt von Volkswagen (14.180) sowie Renault (14.004). Das beliebteste Modell in Deutschland bleibt der Renault Zoe mit 13.155 Förderanträgen.

Seit September 2018 bestehen infolge der WLTP-Umstellung zudem veränderte Förderfähigkeiten, da der Verbrauch im WLTP-Zyklus im Vergleich zum NEFZ-Zyklus durchschnittlich etwa 20 Prozent höher liegt. Dadurch liegt der CO2-Ausstoß einiger PHEV-Modelle über den in der Förderrichtlinie festgeschriebenen 50 Gramm CO2 pro Kilometer, wodurch diese Modelle nicht mehr förderfähig sind.