Bundesrat stimmt verpflichtender Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung und höheren Strafen bei der Handynutzung am Steuer zu

Ab 1.1.2018 wird nach einer Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur die Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung für alle Fahrzeuge wieder Pflicht. Mit der direkten Messung der Schadstoffe am Auspuff sei sicherer zu erkennen, wenn bei einem Auto die Abgasreinigung nicht ordnungsgemäß funktioniere, sagte Minister Alexander Dobrindt (CSU). Bisher galt ein zweistufiges Verfahren: Nur wenn beim Auslesen einer elektronischen Diagnose (OBD) Fehler entdeckt wurden, musste eine Endrohrmessung gemacht werden. Der Bundesrat hat der Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung bereits zugestimmt.


Außerdem hat der Bundesrat höheren Strafen für die Benutzung von Handys am Steuer zugestimmt. Statt des bisherigen Bußgeldes von 60 Euro werden bei Verstößen gegen das Handyverbot künftig 100 Euro fällig. Dazu kommt ein Punkt im Verkehrszentralregister Flensburg. Bei einer einhergehenden Sachbeschädigung drohen 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Auch für Fahrradfahrer mit Handy gelten künftig höhere Bußgelder. Vom Verbot betroffen sind nun alle Geräte zur „Kommunikation, Information oder Organisation“, also auch Tablets, Laptops und sonstige Kleincomputer, heißt es in der Verordnung.